Ziel dieser Website:

Da es bereits zahlreiche Seiten über Technik, Einrichtung und Gestaltung eines Malawiaquariums gibt, möchte ich hierbei lediglich auf renommierte Seiten verweisen und werde diesen Teil daher nicht weiter aufgreifen.

Der Schwerpunkt meiner Hobbyzucht liegt auf der Haltung und Zucht von überwiegend relativ seltenen Mbunas und kaum verbreiteten Standortvarianten aus dem Zebra- und Fainzilberi-Komplex.                        Die unterschiedlichen Arten und Standorte möchte ich hier vorstellen.

Erhalt der Artenvielfalt:

Besonders aber reizt mich dieses Hobby aufgrund der hohen Artenvielfalt bzw. deren Standorte. Einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser Artenvielfalt/Standordvielfalt möchte ich mit meiner kleiner Hobbyzucht leisten. Zudem gibt es gerade bei Gattungen wie "zebra" und "fainzilberi" sehr viele verschiedene Farbspielarten, sogenannte natürlich vorkommende Morphen. So hat man mit einer einzigen Art viele mögliche Farbschläge. Das ist besonders attraktiv für Aquarianer, die sich ein schönes Showbecken einrichten wollen. Es müssen nämlich nicht alle Arten durcheinander in wenigen kleinen Gruppen eingesetzt werden um möglichst viel "Farbe" ins Becken zu bekommen. Sondern man kann beispielsweise mit einer Hauptgruppe vom Zebra oder Fainzilberi schon ein hohes Farbspektrum bedienen.

Ehrlich gesagt sind "fainzilberi" meine absoluten Favoriten unter den Mbunas, wie man an der Stockliste sicher unschwer erkennen kann. Vor wenigen Jahren gab es da kaum eine Auswahl, doch mittlerweile sind vom Fainzilberi sehr viele verschiedene Standortvarianten im Angebot. Besonders seltene Standorte beziehe ich teilweise aus dem Ausland, weil sie es oft nicht auf rennomierte Händlerlisten schaffen.

Warum reizt mich der "fainzilberi" ganz besonders:

Den ersten Grund habe ich bereits genannt, denn es gibt sehr viele unterschiedliche Morphen.                  In der Stockliste habe ich die verschiedenen Morphen kurz beschrieben.

Hier kurz zur Übersicht:

BB male     = blaue Männchen (auch "Standard" genannt). Sie kommen überwiegend vor.

MC male    = gescheckte Männchen (bei wenigen Standorten wie "Maisoni Reef", "Mdoka" und "Luwino                            Reef" kommen MC-, OB- und O-Tiere gar nicht vor.) Sie sind extrem selten, zumindest in der                      freien Natur und haben daher auch ihren hohen Preis.

BB female = braunes Weibchen (auch "Standard" genannt). Sie kommen überwiegend vor.

OB female = gescheckte Weibchen.

O female    = gelbliche oder orangene Weibchen. Sie sind in der Natur eher selten. 

Ein weiterer Grund ist das Verhalten. Ich finde es genial zu beobachten, wie die Tiere nach dem Füttern nach Fressbarem suchen. Teilweise stehen sie "Kopfstand", um die Futterreste zu fressen oder Algen von den Steinen abzugrasen. Deshalb haben sie übrigens auch ihre stark ausgeprägte Unterlippe. Auf der Unterlippe sind ganz kleine Zacken, mit denen sie die Algen von den Steinen abreiben und aufnehmen.

Auch schwimmen sie sehr lebhaft und mit viel Energie durchs Becken und werden nur dann revierbildend, wenn sich ein laichbereites Weibchen in ihrer Nähe befindet. Dann stellen sie gern auch den ganzen übrigen Besatz in die andere Hälfte des Aquariums. Wild hüpfen sie wie angestochen werbend vor dem Weibchen hin und her und locken es mit vibrierenden Flossen zum Laichplatz. Der Laichplatz wird dafür zuvor ordentlich gereinigt und von Fressfeinden freigehalten.

Der dritte Grund ist die Form der Fainzilberi, die ich sehr mag. Sie wirken eher kompakt und die Männchen bekommen eine stattliche Größe von 12-15 cm, Weibchen meist etwas kleiner. So stechen sie gewissermaßen in einem schön eingerichteten Showbecken hervor.

Gern kannst Du mir auch eine Nachricht senden, um weitere Informationen zu erhalten.

Die natürliche Artenvielfalt des Malawisees ist erhaltenswert:

Ich bin der Meinung, dass der Malawisee so viele schöne Arten hervorbringt, die unbedingt erhalten werden sollten!

Hiermit spreche ich mich ganz klar gegen die Vermehrung und Verbreitung von Neu-Züchtungen, Zuchtformen und Hybriden aus!!!

Insbesondere bei Aulonocara und Sciaenochromis wird hier massenweise ins Genpool eingegriffen.

Viele Aquarianer wissen gar nicht, dass sie Hybriden halten. Aber es ist doch ganz wichtig, dass man sich darüber informiert, was man schließlich für Tiere hält und mitunter auch nachzieht und evtl. in Umlauf bringt.

Ich möchte also mit dieser Website ein wenig aufklären und zeigen, was es für wunderschöne natürlich vorkommende Arten gibt!

 

Warum spreche ich mich gegen Neuzüchtungen ganz klar aus?

1. Es gibt eine riesige natürlich vorkommende Artenvielfalt aus dem Malawisee. 

2. Ambivalentes Verhalten von Neuzüchtungen.

Oft zeigen solche Hybriden ein sehr ambivalentes Verhalten, das auch teilweise gar nichts mehr mit natürlichem Verhalten der Tiere zu tun hat. Diese Tiere sind oft ständig überdreht und dadurch auch schnell ausgelaugt.

3. Ein mit Neuzüchtungen besetztes Becken sieht für mich sehr unnatürlich aus.

Zudem bin ich der Meinung, dass man sich an solchen Tieren extrem schnell satt sieht und immer größere Anspruch an ein sogenanntes "Farbwunder" stellt. In ein solches Becken zu schauen ist für mich absolute Reizüberflutung und all das hat meines Erachtens nichts mehr mit unserer schönen Natur zu tun.

4. Neuzüchtungen verdrängen natürlich vorkommende Arten aus der Aquaristik.

Mittlerweile ist in fast jedem Becken so eine Neuzüchtung zu finden. Sie verdrängen wertvollen Platz für natürlich vorkommende Arten und sind aufgrund ihres ambivalenten Verhaltens auch schwer mit diesen zu vergesellschaften. Es ist auch furchtbar einfach, solche Neuzüchtungen in Massen zu produzieren, weil es oft pro Wurf extrem viel Nachwuchs gibt.

5. Neue Fantasienamen für Tiere, die nicht dem Zuchtziel entsprechen.

Auch werden immer wieder neue Namenszusätze gefunden, um auch Tiere entsprechend teuer verkaufen zu können, die nicht dem Zuchtziel entsprechen. So entsteht der Eindruck, dass wieder eine neue Art gefunden wurde. Stattdessen handelt es sich eher um "Zweitware", die hier gut veräußert wird. Der Genpool ist hier so extrem durcheinandergebracht, sodass daraus in der nächsten Generation oft nur graue Tiere herauskommen, für die sich niemand interessiert. Was dann aus diesen ganzen Tieren wird, ist dahingestellt....

Aber es gibt zum Glück auch mittlerweile eine Lobby, die sich für die Artenvielfalt des Malawisees einsetzt und viel Aufklärung betreibt. Gefühlt sind so auch schon einige Malawi-Halter - aus meiner Sicht - in die richtige Richtung geleitet worden.

Und insofern kann ich vielleicht mit dieser Website auch ein wenig zur Aufklärung beitragen und zeigen, dass es gar nicht dieser Züchtungen bedarf, da wir einen großen Schatz an Artenvielfalt natürlicherweise im Malawisee haben.

Letztendlich kann jeder Aquarianer seinen entsprechenden Beitrag zur Arterhaltung und Artenvielfalt leisten und beisteuern.

 

 

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