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Grundsätzlich verfolge ich das Ziel, meinen Bestand immer wieder neu zu optimieren und Arten ins "Programm" zu nehmen, die besonders gut zueinander passen und wiederum nicht an jeder Straßenecke erhältlich sind. Das ist dann auch mein Aushängeschild, nämlich das Aufmerksammachen auf relativ seltene und wenig verbreitete Arten.

Dazu möchte ich kurz ein Beispiel nennen, nämlich den Melanochromis lepidiadaptes, mit dem mir dieses gelungen ist. Das Bild zeigt eines meiner Zuchtmännchen.

Vor wenigen Jahren war diese Art noch sehr wenig bis gar nicht bekannt. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich nun endlich einige erste Tiere nachziehen und daraus eine hervorragende Gruppe aus 4 Männchen und 8 Weibchen aufbauen. Diese Gruppe war sehr erfolgreich und hat die wunderschönsten Nachzuchten hervorgebracht. Im Erfahrungsbericht unter "Melanochromis lepidiadaptes" berichte ich darüber noch eingehender. Meine Erfahrung, dass diese Art den Platz als Polizei im Aquarium einnimmt, konnten viele bestätigen, die diese Art bei mir erworben haben. Auch Dank öffentlicher Medien und Kommunikationsplattformen war es möglich, relativ schnell Bilder und Informationen zu verbreiten. Nun gibt es wohl nur noch wenige Aquarien, in denen dieser tolle Mbuna sein Zuhause gefunden hat.

Letztendlich freut es mich, dass ich ein Stück dazu beitragen konnte, dass viele Malawiliebhaber sich für die Haltung des Melanochromis lepidiadaptes entschieden haben (auch aufgrund es Umstanden, dass keine Wildfänge von dieser Art erhältlich sind).

 

Eine weitere Art, die aus meinem Unverständnis heraus allerdings noch nicht so einen breiten Zuspruch gefunden hat, ist der Pseudotropheus cyaneorhabdos Maingano WHITE. Er ist verbreitet als blaue Naturform. Meine weiße Variante ist eher eine Laune der Natur. Denn ihr fehlt das entsprechende Gen, welches für diese blaue Grundfarbe ausschlaggebend ist. Daher handelt es sich nicht um Hybriden (Kreuzung unterschiedlicher Arten), sondern um eine reine stabile Zuchtform. 

Das Ziel einer Zucht kann u.a. darin liegen, ein bestimmtes Merkmal zu optimieren. Beispielsweise ist dies  geschehen beim so beliebten Labidochromis sp. Hongi.  Hier wurde der rötliche Anteil mehr und mehr selektiert in der Zucht. Heute ist der sogenannten Hongi "Deluxe" ein echter Verkaufsschlager. Ähnlich war es nun auch hier. Die ersten drei kleinen weißen Mainganos waren ein echter Glückstreffer. In der Natur hätten diese Tiere vllt. nicht überlebt, aber in der Zucht ist es möglich, solche Launen der Natur zu nutzen. Aus diesem Glückstreffer habe ich mit viel Zeit und Geduld letztendlich eine stabile Zuchtlienie der cyaneorhabdos Maingano WHITE aufbauen können. Die weißen Tiere haben demnach den blauen Tieren gegenüber gar keinen Nachteil, ihnen fehlt lediglich das entsprechende Farbgen. (Weitere Informationen auf der Seite: hier)

 

Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn es wieder was zu berichten gibt.